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Herbst-Werfertag am 23.9. in Stadtsteinach:

Ergebnisliste des Werfertags ist auf LADV und BLV-Sport online!

 https://ladv.de/ergebnis/datei/37870

 

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 DM-Gold für Liebenwald, Konopacki und Burdich

Athleten des TSV Stadtsteinach holen sechs DM-Titel und zahlreiche Medaillen

Dischingen – Teilweise kein Spaß waren für die 245 Teilnehmer die diesjährigen deutschen Nachwuchs-Meisterschaft im Rasenkraftsport. Petrus hatte kein Einsehen und so wurden die Wettbewerbe in dem kleinen Städtchen in der schwäbischen Alb mit starkem Regen, mit aufgeweichten Plätzen und schmierigen Wurfringen alles andere als eine gemütliche Angelegenheit. Gut vorbereitet konnten die sieben Nachwuchs-Werfer des TSV Stadtsteinach aber auch bei den widrigen Umständen wieder mit etlichen guten Leistungen aufwarten und sich traditionell unter Deutschlands besten Rasenkraftsportlern behaupten.

Im Schwergewicht der A-Jugend bestritt Kugelstoß- und Steinstoßspezialist Jannik Voß auch den Dreikampf, wobei von vornherin klar war, dass er gegen die Spezialisten im Hammerwerfen (40,20 Meter) und Gewichtwerfen (18,75 Meter) kaum eine Chance und somit auf einen Medaillenrang in der begehrten Dreikampfwertung haben würde. Im Steinstoßen entwickelte sich dann ein hochkarätiger Zweikampf zwischen ihm und dem Erfurter Stephan Brendel. Jannik Voß stieß den 10kg-Eisenklotz auf sehr gute 11,96 Meter, lag damit in der Einzelwertung dieses Wettbewerbs lange vorne, ehe der Thüringer im letzten Versuch mit 12,27 Metern noch einen draufsetzte und dem Stadtsteinacher den deutschen Meistertitel wegschnappte. In der Dreikampf-Wertung (2374 Punkte) rutschte Jannik Voß nach dem guten Steinstoß-Ergebnis noch vom zehnten auf den fünften Rang nach vorne.

Bei der weiblichen A-Jugend war für den TSV Stadtsteinach Lenina Fiedler in der Gewichtsklasse +68kg am Start. Die 19Jährige legte einen ordentlichen Wettkampf hin, hatte mit 17,14 Metern im Gewichtwerfen ihre beste Einzelleistung zu verzeichnen und durfte sich am Ende über die Silbermedaille in der Dreikampfwertung (1883 Punkte) freuen.

In den männlichen A-Schülerklassen hatte der TSV Stadtsteinach mit Linus Liebenwald (-65kg) und Merlin Hummel(+65kg) zwei Nachwuchstalente im Rennen. Der erst 13 Jahre alte Linus Liebenwald behauptete sich unter den 1-2 Jahre älteren Konkurrenten sehr selbstbewusst und stellte im Hammerwerfen mit 46,36 Metern und im Gewichtwerfen(26,05 Meter) neue persönliche Bestmarken auf. Im Steinstoßen (10,67 Meter)  gelang Linus als Dritter sogar der Sprung aufs Treppchen. Im Dreikampf wurde der junge Gymnasiast mit 2655 Punkten Vierter unter den 15 Mittelgewichtlern. Dagegen erwischte Merlin Hummel im Schwergewicht einen rabenschwarzen Tag. Nach für ihn undiskutablen 64,11 Metern im Hammerwerfen lag der Kulmbacher noch auf Platz zwei, doch nach vier ungültigen Versuchen im Gewichtwerfen war es vorbei mit der geplanten Medaille in der Dreikampfwertung. Auch eine neue persönliche Bestleistung im Steinstoßen (13,65 Meter/Rang drei) waren für Merlin Hummel ein schwacher Trost.

Mit Spannung wurde im Leichtgewicht (-50kg) der A-Schülerinnen der Zweikampf zwischen der Stadtsteinacherin Michelle Konopacki und ihrer Dauerkonkurrentin Laura Unnützer vom TuS Alztal Garching erwartet, die in der diesjährigen deutschen Bestenliste im Dreikampf nur sechs Punkte trennten. Zunächst ging Unnützer im Steinstoßen mit 9,10 Metern klar in Führung. Michelle Konopacki kam mit dem 3kg-schweren Eisenklotz nur auf 7,67 Meter. In der nächsten Disziplin, dem Gewichtwerfen, gewann Leonie Baum(SFG Bernkastel-Kues) mit 20,82 Metern und stieg damit überraschend in den Kampf um die Dreikampf-Medaillen ein. Michelle Konopacki folgte dicht dahinter mit 20,75 Metern auf Platz zwei, Unnützer mit 19,90 Metern auf Rang drei. Doch im abschließenden Hammerwerfen zeigte Michelle Konopacki Nerven, schleuderte ihr Gerät bei starkem Regen auf 38,97 Meter und lag damit in dieser Disziplin über fünf Meter vor der Konkurrenz. Am Ende gab es ein äußerst  knappes Ergebnis, Michelle wurde mit 2077 Punkten erstmals deutsche Meisterin vor Unnützer(2074 Punkte) und Baum(2014 Punkte).

In der Gewichtsklasse +60kg freute sich die 13jährige Leonie Liebenwald auf ihr DM-Debüt und legte ohne Angst vor der älteren Konkurrenz munter los. Die hoch aufgeschossene 13Jährige überzeugte zunächst im Hammerwerfen, wo sie den 3kg-Hammer auf gute 41,08 Meter schleuderte. Weiter kam in dieser Gruppe nur Lara Hundertmark aus dem norddeutschen Bierstädtchen Einbeck mit 46,79Metern. Im Gewichtwerfen gab es die gleiche Reihenfolge. Hundertmark gewann mit 25,19 Metern vor der Stadtsteinacherin, die mit 23,92 Metern eine neue persönliche Bestmarke aufstellte. Im abschließenden Steinstoßen präsentierte sich Leonie dann richtig stark und wuchtete den 3kg-schweren Metallwürfel auf sehr gute 10,36 Meter, was ihr völlig überraschend den deutschen Meistertitel in dieser Disziplin bescherte. Ebenfals eine Überraschung war jedoch das Ergebnis von Lara Hundertmark. Sie kam mit ihrem Stein lediglich auf 7,87 Meter und die Taschenrechner der Betreuer begannen zu glühen. Leonie Liebenwald hatte es dank ihrer guten Steinstoßleistung tatsächlich geschafft noch an Hundertmark (2406 Punkte) vorbeizuziehen und mit 2460 Punkten den deutschen Meistertitel im Dreikampf zu holen.

Als Titelverteidigerin ging in der B-Jugend-Mittelgewichtsklasse (-65kg) Laetitia Burdich in Dischingen an den Start. Kurz vor dem Meisterschafts-Termin hatte sich in dieser Klasse die norddeutsche Meisterin Cathleen Zierau(SV Gartow) mit 58,70 Metern im Hammerwerfen und mit 2440 Punkten im Dreikampf mächtig in Szene und an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste gesetzt. Doch die 17jährige Rugendorferin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und wartete im Gewichtwerfen gleich im ersten Versuch mit einer einer neuen persönlichen Bestmarke von 22,58 Metern auf. Nur 47 Zentimeter kürzer schlug das 5kg-schwere Wurfgerät von Cathleen Zierau auf, die damit zumindest den Einzeltitel in dieser Disziplin Laetitia Burdich überlassen musste. Danach folgte das Steinstoßen, das eigentlich nicht unbedingt die Stärke TSV-Athletin ist. Doch auch hier zeigte sich Laetitia bei schwierigen Bedingungen sehr konzentriert und steigerte sich von Versuch zu Versuch auf schöne 8,45 Meter und holte damit überraschend ihren zweiten deutschen Meistertitel vor der favorisierten Alina Schulz(ASV Erfurt), die auf 8,37 Meter kam. Cathleen Zierau haderte dagegen mit der glitschigen Anlaufbahn und musste sich mit 7,57 Meter (Rang sieben) zufrieden geben. Das abschließende Hammerwerfen sollte dann die Entscheidung bringen. Auch hier lieferte Laetitia Burdich dank ihres technischen Könnens konstante Würfe über die 50-Meter-Marke ab und hatte mit 52,05 Metern ihr bestes Ergebnis zu verzeichnen. Zierau lag mit 52,19 Metern nur knapp über dieser Weite und konnte Laetitias Vorsprung in der Dreikampfwertung nicht mehr gefährden. Mit 2420 Punkten verbesserte Laetitia ihren eigenen bayerischen Rekord um 32 Zähler, lag damit deutlich vor Zierau (2329 Punkte) und holte ihren dritten deutschen Meistertitel an diesem Tag.

 

Gewichtwerfen: Michelle Konopacki holte nach hartem Kampf ihren ersten deutschen Meistertitel

 

 

  Hammerwerfen: Laetitia Burdich holt sich dreimal Gold und stellt einen neuen bayerischen Rekord auf 

 

 Steinstoßen: Leonie Liebenwald ließ ihr Talent aufblitzen und gewinnt im Dreikampf und Steinstoßen