
Kai Konopacki wird deutscher Vizemeister im Hammerwurf der U18-Klasse. Am Ende landet er hinter dem Sieger Jan Plewka.
Plewka (Germania Helmstedt) eröffnete mit gebührendem Abstand und 62,13 Metern den ersten Durchgang und verbesserte sich zwischendurch auf 63,26 Meter. Doch im letzten und sechsten Versuch verkündete der Stadionsprecher „eine kleine Sensation“: Plewka hatte seinen Abschlusswurf voll erwischt, warf mit 66,87 Metern neue persönliche Bestleistung und lag somit knapp vor Konopacki.
Alle Augen waren nun auf den Kulmbacher gerichtet, der als letzter Werfer zum sechsten Versuch in den Wurfring trat. Doch der Druck war anscheinend zu groß für den 16-Jährigen. Er verstolperte seinen Abschlusswurf, konnte sich nicht im Ring halten und musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. Dritter im Wettbewerb wurde Linus Holzhey vom TV Hindelang mit 61,74 Metern.
Konopacki wollte mehr und ließ vier ungültige Versuche folgen, die allesamt links außerhalb des Sektors landeten. Sowohl mit leichten als auch mit schwereren Trainingshämmern hatte er zuvor Bestmarken aufgestellt, und auch die Kraftleistungen an der Hantel schnellten nach oben. So sollte in Wattenscheid das Verbessern seiner Bestmarke (61,13 Meter) mit dem 7,26-kg-Hammer eigentlich nur Formsache sein. Doch auch er blieb bei dieser Deutschen Meisterschaft unter Wert.
Fünf gültige Versuche zwischen 58,50 und 59,56 Metern, bei denen der Kulmbacher nicht so richtig seinen Drehfluss fand, stellten Liebenwald nicht zufrieden. Mit 59,56 Metern wurde Konopacki schließlich Vierter – hinter Tim Steinfurth (LG Eppstein/67,56 Meter), Benedict Schweizer (Cologne Athletics/63,74 Meter) und Timo Port (SV Saar 05/63,36 Meter).

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